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Auf Hilfe angewiesen sein, ist ungwohnt...
Die Teilnehmer des PZL 2010
Beim Abendprogramm: Die Menschenpyramide!

Was ist schon NORMal?

„Was ist schon NORMal? - Ein ganz anderer Alltag.“

Wer genauer hinschaut, hat vielleicht schon eine Idee, was sich genauer hinter unserem Thema des Pfingstzeltlagers 2010 versteckt. Wir haben uns mit alltäglichen Dingen beschäftigt, aber das aus einem anderen Blickwinkel. Dieses Jahr wollten wir einmal erleben, wie Menschen, die eine Beeinträchtigung oder ein Handicap haben, ihren Alltag meistern. So gab es die unterschiedlichsten Workshops zu dem Thema. Die Teilnehmenden des Pfingstzeltlagers konnten am eigenen Körper erfahren, wie schwierig es ist an Sachen zu kommen, die auf dem Boden liegen, wenn man im Rollstuhl sitzt. Aber nicht nur Dinge aufheben ist schwierig, sondern auch das Fortkommen auf verschiedenen Geländearten ist manchmal gar nicht so einfach. Ein anderer Workshop demonstrierte, dass sich die Umgebung und der Boden auf einmal ganz anders anfühlen, wenn man blind ist. Die Jugendlichen merkten, dass ihr Gang unsicherer war und sie viel länger für eine kleine Strecke brauchten, als sonst. Alterssimulationsanzüge konnten zeigen, wie sich die Bewegung verändert, wenn das Bücken schwerfällt oder die Knie weh tun. Auch sich ganz ohne Sprache zu verständigen, ist gar nicht mal einfach.

Alle TeilnehmerInnen waren mit viel Spaß bei der Sache und wollten unbedingt alle Workshops ausprobieren. Dabei konnten sie viel Neues lernen: Mit dem Fuß malen ist zwar schwierig, aber nach ein wenig Eingewöhnung entstehen tolle Bilder. Das Lormen-Alphabet und die Blindenschrift sind andere Arten der Kommunikation. Es kam sogar extra ein Gast aus Hildesheim zu uns nach Wieren und so konnten die Jugendlichen einer Betroffenen Fragen stellen und mit ihr ins Gespräch kommen. Interessant war dabei vor allem das angepasste Auto anzuschauen.

Aljosha fasst die Workshops zusammen: „Das Thema war gut ausgewählt und ich konnte noch viel Neues lernen.“ Auch Christin war begeistert, da jeder von uns ja eigentlich jeden Tag Menschen mit Beeinträchtigungen trifft und sich dann fragt, wie diese ihren Alltag meistern.

In der Freizeit konnten wir dank bestem Wetter das Wierener Freibad nutzen und uns dort abkühlen. Aber auch die sportliche Betätigung kam nicht zu kurz und gab es zwischendurch Fussball-, Volleyball- und Handballspiele. Oder man legte sich ganz einfach in die Sonne.

Wie im letzten Jahr schon haben wir auch dieses Jahr wieder selber gekocht. Hier geht ein großer Dank an das Küchenteam für die leckere Verpflegung.

Es durfte natürlich auch eine gemeinsame Abendgestaltung nicht fehlen. So gab es einen Quizabend rund um das Thema Kolping. Für Samstag hatten alle etwas vorbereitet und wir entdeckten ganz neue Talente: Von einer großen Menschenpyramide über eine Sing- und Tanzeinlage bis hin zum gemeinsamem Kreistanz. Die Tage wurden abgerundet mit Morgen- und Abendimpulsen und am Sonntagnachmittag besuchte uns Martin Wilk und feierte unter freiem Himmel einen tollen Gottesdienst mit uns.

Dass uns das Wetter am Montagmorgen zuerst einen kleinen Strich durch die Rechnung machte und es leider regnete, tat der Stimmung keinen Abbruch, so dass wir zwar im Regen die Zelte abbauen mussten, aber sich dennoch alle einig waren auch nächstes Jahr wieder mitzukommen. Julia ist sogar gar kein großer Zeltfan, aber da sie beim Pfingstzeltlager so viele Freunde wiedertrifft, kommt sie immer gerne mit und freut sich jetzt schon wieder auf das nächste Jahr.

Vielleicht kommst Du ja nächstes Mal auch mit?!


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